Sounds der Woche (4)

Finnen in der U-Bahn Gestern stand ich in der vollen U8 herum und neben mir standen zwei Finnen, der eine mit einem großen Haufen blonder Dreads auf dem Kopf. Etwa fünf Stationen lang standen sie neben mir und unterhielten sich über – ich weiß nicht was, denn sie sprachen ja finnisch. Wenn nicht irgendwas wie „HUMPA“ zwischendurch aus den knatternden, rollenden Lauten herausgestochen wäre, hätte ich das wohl auch gar nicht erkannt. Ich sah ganz unbeteiligt vor mich hin, während ich mein Ohrenmerk sehr auf die beiden Jungs ausrichtete. Wie es klang? Nach Baumstämmen und Wald und Seen dazwischen, nach Urwald und Wildnis und Elchen und Bären, irgendwie so grünlich-braun im Dämmerlicht, mit einer Spur von Tango. Oder habe ich mich etwa da von Klischees hinreißen lassen?

 

Tröten im Computerspiel In einem Computerspiel, das ich diese Woche gespielt habe, muss man Abflussrohr-Teile sammeln, um sie zusammenzusetzen und eine Trompetenmelodie erklingen zu lassen, woraufhin sich eine gewisse Tür im Boden öffnet. Untermalt war das Spiel von Balkanmusik. Nur immer wenn man in die Nähe dieser Abflussrohr-Teile kam, mischte sich ein anderes Trompetenmotiv mit hinein. Das Spiel ist höchst sinnlos, aber sehr liebevoll gemacht, und so seltsam das ist: die Sache mit den Tröten ließ mein Herz höher schlagen.

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