Sounds der Woche (21)

Kleingeldteller. Im Innenhof der Neuköllner Oper gibt es einen Zeitungsladen, in dem ich vor ein paar Tagen Bier gekauft habe – Flensburger, wegen des Ploppgeräuschs beim Öffnen. Als ich meine Münze auf den Kleingeldteller legte, horchte ich schon auf: das war kein gewöhnliches Münzgeräusch; das klang wie ein runder, schwebender Glockenton. Das Rückgeld, zwei Münzen, warf der Verkäufer mit Schwung darauf, ein helles Kling-Kleng! Ich lobte den Klang, er dankte und sagte: „Ein bisschen Musik braucht man ja im Alltag.“

Großpflasterhammer. Irgendwo um den Helmholtzplatz herum, auf der Suche nach der Raumerstraße, kam ich an einer Straßenbaustelle vorbei. Ein Arbeiter war gerade damit beschäftigt, die großen Pflastersteine mit einem Metallhammer zu bearbeiten. Das ist ein sehr schönes Geräusch: Kling, kling, macht es, die Töne stehen klar in der Luft, und man möchte stehen bleiben und dieser speziellen Sorte Baustellenlärm noch lange nachlauschen.

 

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