Sounds der Woche (56)

Stare. Auf einmal gibt es wieder Vogelstimmen. Und dann gleich so viele. Die kommen von von allen Seiten und stechen wie mit spitzen Schnäbeln ihre langgezogenen Piepser überall rein in die ländliche Abendstimmung. Piüh, machen die, ganz viele silberne Tupfer und Streifen und Linien, alles durcheinander. Die klingen so wie sie aussehen- machen helle Punkte ins klangliche Dunkel, dass es glänzt, ganz wie ihr Gefieder. Und spreizen sich in ihren Geschichten, wo sie überall gewesen sind, ach! genauso wie sie die Flügel spreizen. Und dann- husch! – mit dem Geräusch vieler Schwingen sind sie plötzlich fort, alles ist ruhig, und nichts bleibt als das Rauschen der Straße im Dunkeln.

Eis. Mit einer metallenen Schaufel fährt er in die Eiswürfelmasse, ein ganzes Kiesbett aus Eiswürfeln, so klingt das, wie Steine. Er schüttet die Eisstücke aus der Schublade in den Eimer, das ist laut und überzieht alles mit einem dunklen Geräusch, obwohl doch das Eis, die Schublade, der Eimer so weiß sind. Es klingt nach Kies, nach Kohlen, nach Eisenbahn. Der Barkeeper schippt Eis, der weißliche Heizer der Partygesellschaft.

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