Eine Re-Lektüre: Das Muschelessen von Birgit Vanderbeke

Vor Jahren, mit 17 wahrscheinlich, hatte ich das schmale Bändchen mit dem Teller voll Muscheln auf dem Einband schon mal gelesen und war begeistert gewesen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich grade eine Leidenschaft für Revolutionen und Revolutionäre, mein Herz schlug für die gute Sache, und natürlich war ich, und das sehr heftig, für die Zerschlagung des Patriarchats. Birgit Vanderbekes kleine Geschichte vom Familienvater, der ein einziges Mal nicht wie gewohnt zum Essen nach Hause kommt, woraufhin das Herrschaftsgefüge zwischen Mutter, Vater und den halbwüchsigen Geschwistern ins Wanken gerät, hatte mich daraufhin voll erwischt und war zumindest für eine Weile mein Lieblingsbuch.

 

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